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Sommertrainingslager der Kader und Swiss O-Week 2019

 

 

 

 

 In der letzten Juliwoche machten sich rund 50 Sachsenkader und Betreuer auf in die Schweiz zum diesjährigen Sommertrainingslager.

Als Quartier diente eine gemütliche Hütte im kleinen Ort Zwischenflüh im schönen Diemtigtal bei Spiez am Thuner See. Von dort aus konnten zahlreiche Einheiten in den mehr oder weniger gut belaufbaren und steilen Gebieten im Umland absolviert werden. Sei es beim Bergsprint direkt vor der Haustür, der Sprintstaffel durch Spiez, dem Alpinen OL auf 1600m Höhe am eiskalten, kristallblauen Bergsee oder beim Downhill-OL: Sowohl physisch als auch o-technisch gelangte hier jeder an seine Grenzen.

Neben dem Training kam natürlich der Spaß beim Trampolin springen, nicht enden wollenden Tischtennis-Turnieren, Tischkickern, Spielen und Quatschen in gemütlicher Runde am Abend nicht zu kurz. Ständige Begleiter dieser Woche waren die Kühe. Einige wurden von ihrem sanften Glockengebimmel in den Schlaf geläutet, anderen verstellten sie ganz frech die Posten.

Die abendlichen Stabi- und Dehneinheiten mit Matti fanden bei bester Aussicht auf die umliegenden Berggipfel statt.

Am Ruhetag unternahm der Sachsenkader eine Wanderung auf den Spuren des Waldmandli Grimmimutz. Die Kader, die es bis nach oben schafften, konnten sich an den wunderschönen, artenreichen Alpwiesen erfreuen und an ihrem Käsebrot.

Nach einer Woche hieß es schon wieder Abschied nehmen von unserem Quartier: die Swiss O-Week stand vor der Tür. Da uns vom Austragungsort Gstaad und unserem nächstes Quartier in Oeschseite nur ein Bergrücken trennte, entschieden sich einige DH18/20 spontan den Umzug zu Fuß zu erledigen. Sie wurden mit einer 5 stündigen Wanderung, tollen Aussichten, einem Schneefeld zum Rodeln und Blau- und Walderdbeerfeldern belohnt.

Besonders Highlight im neuen Quartier: der BUNKER! Gut verborgen vor den Augen und Ohren der Betreuer konnte dort so manches mitternächtliches Tischtennisturnier stattfinden. Aber nicht nur die Sachsenkader hatten Spaß am Spiel, sondern auch manch einer der Betreuer.

6 anspruchsvolle Etappen warteten in den folgenden Tagen auf alle Sachsenkader. Beim Sprint durch Gstaad staunte so mancher ahnungsloser Tourist nicht schlecht, welche Sportler hier durch die engen Gassen, Hinterhöfe, Parks, Garagen und Hotelgärten flitzten.

Die folgenden Lang und Mittel Etappe fanden am Col du Pillon statt. Die zweite Etappe war geprägt von steilen Hängen, offenen Alpwiesen, teilweise diffizilen, steinigen Gelände und einem unglaublich tollen, weiten Blick auf die umliegenden Berge. Nach der dritten Etappe, die bewaldeter, anspruchsvoller und dementsprechend auch etwas langsamer angegangen wurde, war am Mittwoch der Ruhetag, den wir uns nun sehr verdient hatten. Beide Etappen ließen die OLer mit einem staunenden Blick auf das wunderschöne Panorama zurück.

Den freien Tag verbrachten einige im Cailler-Schokoladenmuseum, dem Spiegelhaus oder in Gstaad. Mit erholten Beinen und neuem Mut ging es am nächsten Tag mit dem Sessellift aufs Horneggli. Die „Liebliche“ hatte in der Herrenelite liebliche 600 Höhenmeter. Für diese, vom Gelände sehr offene Etappe galt vor allem: Kopf heben und schauen, was man an Höhenformationen schon von einiger Distanz sehen kann. Nach dem Wettkampf fuhr der Großteil der Sachsenkader und Betreuer mit der Seilbahn zur Bergstation des Glacier 3000, auf nicht ganz 3000 Meter. Dort gab es neben einer Hängebrücke „Peak Walk by Tissot“, welche „die erste Hängebrücke der Welt ist, die zwei Gipfel miteinander verbindet“ auch ein Gletscherplateau, Schneeballschlacht und Rodeln inklusive.

Die „trickige“ 5. Etappe, sowie die 6. und letzte Etappe waren überwiegend Downhill-Läufe. Die „entscheidende“ Etappe wird uns allen als die „Schlammetappe“ in Erinnerung bleiben. Am Abend zuvor hatte es stark geregnet und das, generell schon von Sümpfen, Feuchtwiesen und Wassergräben durchzogene Gelände hatte sich in ein einziges Schlammfeld verwandelt. Dementsprechend besudelt kamen die Läufer größtenteils gut gelaunt wieder aus dem Wald.

Gute Ergebnisse und Podestplätze gab es unter anderem in der H16 durch Konsti (Zweiter der 1. Etappe, Sieger der 5.Etappe, Dritter der 6. Etappe), in der H18 durch Martin (Dritter der 3. Etappe), in der D12 durch Finja (Siegerin 6. Etappe) und Anna (Zweite der 6. Etappe), in der D16 durch Elsa (Dritte der 6.Etappe). In der Gesamtwertung platzierten sich 10 sächsische Kaderathleten auf den Plätzen 3 - 10.

Ein großer Dank geht an alle Betreuer, die dieses Trainingslager erst möglich gemacht haben: Danke an Gustav, Henrike, Matti, Wieland, Brit, Peter, Rinni, Philipp, Pia, Christina, Sven, Christine, Klaus, Jörg, Grit, Andy, Diethard, Torsten, Sebastian 1 und 2 und Basti. Ob sie die Auswertungsrunden leiteten und den Kadern bei der Verbesserung ihrer O-Fähigkeiten halfen, sich um das physische und psychische Wohl der Läufer kümmerten, sei es durch medizinische Betreuung oder der Zubereitung von leckeren Essen, der Logistik, beim Fahren, Fotografieren, etc. Vielen Dank!

Am Sonntag hieß es dann: Abschied nehmen, nach Hause fahren. Die Erinnerungen und Erfahrungen an die Läufe und das Beisammensein im Gepäck, in welchem sich auch die OL-Sachen und die noch nassen Schuhe befanden.

 

Text: Anna Wartewig und Helene Schubert

Fotos: Helene, Elsa, Ole

https://www.orientierungslauf-sachsen.de/

Swiss O-Week: https://swiss-o-week.ch/de/news

Ergebnisse: https://swiss-o-week.ch/de/news/384-finale-rangliste-der-sow-2019

Videos: https://www.youtube.com/watch?v=oXRQW_XKc18