von Selma Grismajer und Antonia Pompe

 

Dieses Jahr fand vom 25. Juli bis 8. August das Sommertrainingslager des Sachsenkaders in Südschweden statt. Das Quartier befand sich ca. 20 min weg vom nächst größeren Ort Tidaholm. Direkt um das Camping-/Ferienlagergelände erstreckte sich viel Wald und nach ca. 2,5 km Waldweg erreichte man einen wunderschönen Badesee.

Zur Anreise traf sich ein Teil der Kader + Betreuer am Samstag (25.07.) gegen 5.15 Uhr. Einige davon hatten dafür deutlich mehr Zeit einberechnet, als letztendlich nötig war. Das Auto aus Görlitz erreichte deshalb schon mehr als eine Stunde vor dem eigentlichen Treff die Kreuzung am Dresdner Hauptbahnhof, an der die 2 Wochen intensiver Trainingszeit begannen. Schon dort ging es los mit der Anstrengung: es wurden Zettel eingesammelt, Kofferräume möglichst platzsparend bepackt und Autositzplätze verteilt und gesucht. Ein Sitzplatz fehlte leider (irgendwas musste ja schieflaufen …). Zum Glück gab es aber den Super-Organisator Peter (Gawlitza), der eh mit einem Platz Puffer gerechnet hatte, sodass keiner stehen gelassen werden musste … Voll beladen fuhren dann alle Fahrzeuge nach Rostock. Dort nahmen wir die Fähre nach Gedser, bevor wir (unter anderem mit noch einer weiteren Fähre) durch Dänemark bis nach Schweden fuhren. In dem Quartier angekommen trafen wir dann auf die anderen Kader und Betreuer, die unter anderem davor schon am O-Ringen teilgenommen hatten, und schon ganz fleißig ein paar Dinge vorbereiteten, wie z.B. das Küchenzelt. Ab dort wurde die Hauptorganisation dann von Gustav (Jens Lucke) übernommen. Nachdem wir uns kurz in den Hütten sortiert hatten (3-5 Personen pro Häuschen), gab es auch direkt Abendbrot, dass netterweise schon von dem Küchenteam vorbereitet worden war.

Die erste Nacht verging und am nächsten Morgen trafen wir uns (ca. 40 Kader) etwas müde 8:00 Uhr zum Frühstück, was nicht unbedingt bei allen eine typische Aufsteh-Uhrzeit für die Ferien war. Auf dem Trainingsplan standen für diesen Sonntag Vormittag ein Score-OL, die Sumpf-Sprint-Qualifikation und am Nachmittag ein Multitechnik-OL. Wir lernten nun also beim Score-OL einen wunderschönen offenen Wald kennen, bei der Sumpfsprint-Qualifikation wurden wir schonmal auf die nassen Wälder vorbereitet und beschmutzten direkt am ersten Tag unsere OL-Sachen, die ja eigentlich noch zwei Wochen halten mussten … Und beim Multitechnik-OL lernten wir dann noch viel mehr über die schwedischen Wälder. Einige sichteten sogar schon den ein oder anderen Elch, die wahrscheinlich lieber die Hufe heben oder sich in den dort vorhandenen Dickichten verstecken.

Im weiteren Verlauf der ersten Woche des TL’s trainierten wir außerdem noch Korridor-OL, Golf-OL, Linien-OL, Trainingswettkampf, Nacht-OL, Partner-OL und nun, wie sollte es auch anders sein, das Finale des Sumpf-KO-Sprints. Wir lernten außerdem noch die Vielseitigkeit der schwedischen Wälder kennen. Damit bereiteten wir uns perfekt auf die Jugend-TioMila vor, die schon nach der Hälfte der Trainingslagerzeit anstand.

An freien Nachmittagen wurde Stabi von Dorena oder Gustav angeleitet, sodass wir ohne Sorgen an den Trainings bzw. am Wettkampf teilnehmen konnten.

Am Freitag Vormittag packten wir also die Sachen für den kurzen „Wochenendausflug“, sodass wir gegen 12.00 Uhr mit den Bussen von unseren Hütten Richtung Tranemo starten konnten, denn dort fand die diesjährige Jugend-TioMila statt. Gegen 14.00 Uhr trafen wir auf der Zeltwiese für die Nacht ein und bauten auf dem kleinen Stück unsere Zelte auf und richteten sie ein. Anschließend machten sich die Jüngeren für den ersten Wettkampf bereit, denn 17.00 Uhr war der Massenstart der 4er-Staffeln bis D/H 14 geplant. Die sächsische Beteiligung mit den Staffeln sah wie folgt aus:

D/H 14 A: Kurt, Johanna, Konrad und Antonia

D/H 14 B: Theodor, Anna Basic (aus Hessen), Oskar und Selma G.

D/H 14 C: Otto, Tyra, Adele/Hannes und Selma L.

Nach der ganzen Aufregung und mit viel Jubeln für die Athleten erreichte Team Sachsen Platz 22 (D/H14 B), Platz 24 (D/H14 A) und Platz 36 (D/H 14 C). Das ist für so einen internationalen Wettkampf eine große Leistung und alle können sehr zufrieden und stolz sein. Anschließend gab es noch eine kurze Ansage für alle Läufer der D/H 20-Staffeln vom nächsten Morgen (zumindest an die, die noch wach waren), bevor wir müde und schon ganz aufgeregt für den nächsten Start in die Zelte gehüpft sind.

2:45 Uhr war dann schon wieder eine Menge los. Im Wettkampfzentrum wurde sich eilig und motiviert auf den nächsten Massenstart vorbereitet, wo dann die D/H 20er-Staffeln starten durften. Team Sachsen war mit 3 Staffeln beteiligt.

D/H 20 A: Karl, Emilia, Emil, Mathilde, Selma G./Selma L., Gustav B., Moritz G., Mathilda, Julian Doetsch (aus Hessen) und Jannika

D/H 20 B: Michael Schley (aus Berlin), Sarah, Aiko, Hannah, Theodor/Kurt/Otto, Julius, Timm, Lieselotte, Valentin, Greta

D/H 20 C: Raphael, Selma D., Ben, Mila, Antonia/Anna Basic/Finja, Arthur, Marius, Lisa, Tim und Margarethe

Alle Staffeln schafften es ohne Disqualifikation ins Ziel und es wurden die Plätze 35 (D/H 20 A), 50 (D/H 20 C) und 55 (D/H 20 B) errungen. Einige haben nun noch ein bisschen geschlafen oder sich zum Frühstück erst mal eine Pizza gegönnt. Danach ging es auch schon wieder an den Abbau der Zelte, die wir nicht einmal 24 Stunden davor aufgebaut hatten. Ewig hatten wir allerdings nicht Zeit, denn 15:00 Uhr war schon Nullzeit für den Einzelwettkampf der Mitteldistanz. Auch dort konnten einige von uns ziemlich gut vorne mitmischen (ganz besonders in der D18). Nachdem dann auch dieser Wettkampf beendet war, fuhren wir alle erschöpft die ca. 1 ½ h wieder zu unseren Hütten im „First Camp Hökensås“ zurück.

Der Sonntag wurde zum „Regenerationstag“ ernannt, sodass kein Training geplant war. Trotzdem gab es ein paar Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Man konnte nach Habo fahren und eine Kirche besichtigen, Blaubeeren sammeln oder einfach entspannen und (dem Tag entsprechend) „regenerieren“. Ein Fixpunkt für alle war allerdings die Stabi mit Dorena.

Die Woche konnten wir dann also wieder etwas energiegeladener mit einem Relocation-Training am Vormittag und einem Sprint-Training in den Straßen von Tidaholm am Nachmittag starten.

Am Dienstag ging es dann mit einem 2. Korridor-OL weiter und durch das schöne Wetter gingen einige von uns am Nachmittag noch baden. Am Abend gab es die Möglichkeit sich einen von Karol präsentierten Vortrag zum Thema „OL mental“ anzuhören. Diese Chance nutzten einige!

Am Mittwoch musste der erste Programmpunkt – „Knock-Out-Sprint“ – aufgrund von Regen verschoben werden. Wir nutzten diese Zeit zusammen und spielten Spiele oder unterhielten uns. An diesem Nachmittag war noch etwas ganz Besonderes geplant: genannt wurde es Spaß im Gelände und keiner wusste, was es damit auf sich hatte. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und alles hatte das Ziel, dass wir am Ende gemeinsam eine Mahlzeit vorbereiten. Dafür mussten wir uns anhand von verschiedenen Challenges unser Rezept „ergattern“, bevor alle Herdplatten in den Bungalows auf die höchste Stufe gedreht wurden – doch schon war alles wieder vorbei, ein Stromausfall!!! (Und dazu gesagt, nicht der erste an dem Tag.) Zum Glück gab es ja manche, die vor dem TL schon beim O-Ringen waren, sodass wir ein paar Campingkocher zur Verfügung hatten. Wir kochten also mit deutlich mehr Zeitaufwand, als erwartet. Doch das lohnte sich, denn es gab leckere Salate, Suppen, Eierkuchen/Pfannkuchen/Plinsen und leckere Desserts. Die eigentliche Nachtruhe um 22 Uhr konnte, aufgrund des späten Abendbrotes, dann aber nicht mehr eingehalten werden.

Den letzten Tag mit zwei Trainings füllten Staffelstarts und der zweite Multitechnik-OL. Die Intensität war also wieder sehr hoch und einige mussten aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden leider im Camp bleiben.

Am allerletzten Tag des Trainingslagers stand die traditionelle Abschlussstaffel an. Es wurden sich also, wie jedes Jahr, Staffelmottos überlegt und einzigartige Fotos geknipst und anschließend stürmten alle los, um noch ein letztes Mal den wunderschönen Wald genießen zu können.

Mit den am Vortag gepackten Sachen ging es am Samstag also Richtung Fähre und letztendlich nach Dresden, Leipzig, Görlitz, Kassel und in weitere Orte nach Hause.

Insgesamt war es ein sehr lehrreiches, anstrengendes, intensives, produktives und vor allem wunderschönes Trainingslager. Vielen Dank an alle Organisatoren (großer Dank an Gustav!!!), Betreuer und Helfer. Ihr habt uns unterstützt, geholfen, begleitet und ganz besonders: ihr habt das Ganze überhaupt erst möglich gemacht.

Wo geht es nächstes Jahr hin und können die Erfahrungen der nächsten Jahre mit den Erfahrungen von diesem Jahr mithalten?

Wir freuen uns das herauszufinden …

Fotos: Sonnhild Grismajer