Aktuelles
2. Saisonhälfte 2026

Der USV TU Dresden richtete sein 3. Saxonia Orienteering Festival (SOF) aus, diesmal zwei Bundesranglistenläufe - sowie ein Sprint auf der Festung Königstein. Besonders beeindruckende Leistungen zeigte Matthias Kretzschmar vom Post SV Dresden in der Herrenelite in den Felsen, der sowohl die Lang als auch die Mittel mit deutlichem Vorsprung gewann.

Eine Woche darauf gewann das sächsische Team beim Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampf (JLVK) - diesmal ganz im Norden der Republik - zum 16. Mal in Folge und zum 32. Mal überhaupt seit der Wende. Herzlichen Glückwunsch! 2027 findet der JLVK in Dresden statt.

Zur Europameisterschaft in den Walddisziplinen in Litauen Ende September waren je neun Damen und Herren nominiert, vier Damen aus Dresdner Vereinen und zwei Herren aus sächsischen Vereinen. Leider plagte das deutsche Team einmal mehr Verletzungs- und Erkältungspech.
Gleichzeitig fand der 3. "regionale" Bundesranglistenlauf 2026 in Bayern statt.

Den nationalen Saisonhöhepunkt und zugleich -abschluss, die DM Lang und den Deutschland-Cup organisierte der SV Robotron Dresden Anfang Oktober nahe Altenbergs. In den Eliteklassen liefen jeweils drei sächsische Starter/innen unter die Top 6. Marek Pompe vom Ausrichterverein wurde nach Verletzungspause Vizemeister, Matthias Kretzschmar 5. und Martin Scheuermann (SSV Planeta Radebeul) 6. Bei den Damen liefen gleich Drei vom USV TU Dresden auf die Plätze 4 bis 6: Patricia Nieke, Kerstin Uiboupin und Anna Reinhardt.
Dem D-Cup am Sonntag drückte der Post SV Dresden, der alle Staffelentscheidungen für sich entschied, damit seinen (Post)Stempel auf. Lediglich der USV TU Dresden schaffte es bei den Erwachsenen noch einen Doppelsieg "der Gelben" zu verhindern und landete zudem im Schülercup auf dem 3. Platz. Den 6. Platz bei den Großen sicherte sich der SV Robotron Dresden und bei den Kindern Platz 5, wo der Post SV Dresden wie zum Sieg auch noch auf den 6. Platz lief.

Gleichzeitig fand der Junioren-Europa-Cup (JEC) in der Schweiz statt, den zehn junge Sachsen liefen (ein Ausfall und von 23 gesamt für deutsche Team).

Im September fanden zudem zwei Schul-OL-Fortbildungen statt (auf dem Rabenberg und in Meißen) und im Oktober der wohl älteste und langlebigste Schul-OL der Region - am Radebeuler Gymnasium Luisenstift.
Ende Oktober folgt noch die nachgeholte SM Sprintstaffel und das Landesranglistenfinale bei Chemnitz.

Text: Wieland Kundisch, Fotos: Sabine Nieke, Friedmar Richter, Luisa Kollenbach, Mara Trilca, Jens Leibiger und Matthias Merkli
Studierenden-WM, Weltcup, WMOC und Leipziger KuStSt
Ende Juli fanden die Studierenden-WM in Portugal statt.
Bis auf eine abschließende Mitteldistanz am 1. August bestand das Programm aus urbanen Sprints, was auch auf die klimatische Entwicklung inklusive Waldbränden/sommerlicher Waldbrandgefahr zurückzuführen ist.
Aus sächsischen Vereinen ergänzten je 2 vom SSV Planeta Radebuel und SV Robotron Dresden das 9-köpfige Athleten-Team in Schwarz-Rot-Gold.
Marek wurde 25. im KO-Sprint, Stanja Lindig 26. Anselm Reichenbach verhalf der Sprintstaffel, in der auch die beiden Zuvorgenannten liefen, mit der 5-besten Einzelzeit auf Platz 11 in der Nationenwertung. Und Loic Dequiedt wurde über die Mittel mit Platz 21 der beste Deutsche.

Kurz darauf folgte die 3. Weltcuprunde im Süden Tschechiens.
Hier liefen 3 USV-Dresdnerinnen sowie je 1-mal Robotron und Planeta für das deutsche Team.
Ellen Klüser lief über die Lang als beste Deutsche auf Platz 37. Und u.a. mit Patricia Nieke in der Staffel auf den 8. Platz in der Nationenwertung.

Zur parallel im südlichen Polen stattgefundenen Senioren-WM erlief Helmut Conrad (USV TU Dresden, H85) nach Selbstaussage zum 1. Mal über alle 3 Einzeldisziplinen Gold.
Im Sprint fehlten aus sächsischer Sicht Wiebke Sihver (Post SV Dresden, 4. in D55) lediglich 8s auf Bronze.

Und auf regionaler Ebene ging es Ende August nach den Sommerferien mit der Leipziger Kurzstreckenstaffel weiter. Diesen Traditionsstaffel des OK (früher USC) Leipzig fand bereits das 25. Mal statt. Einzelne des LVB Leipzig, Post SV Dresden und USV TU Dresden halfen, fand der Lauf doch nahe Dresden im Tharandter Wald statt.

Fotos: FADU Portugal, Jiri Cech, USV TU Dresden, Wieland Kundisch (Text)
Nachruf Peter Cruse

Am 25. Juli 2026 ist unser Sportfreund und Vater Peter Cruse im Alter von 91 Jahren leider verstorben.
Sein Weg zum Berg- und Orientierungssport begann früh. Durch seine Eltern bereits mit dem Bergsteigen und Klettern vertraut, schloss er sich 1955 gemeinsam mit Ehefrau Helga der Sektion Wandern und Bergsteigen von Lok Leipzig Mitte an. Die Sächsische Schweiz wurde zunächst zu ihrem bevorzugten Klettergebiet. Wenig später kam eine Sportart hinzu, die sein weiteres Leben nachhaltig prägen sollte: der Orientierungslauf, der damals gerade aus Skandinavien in unsere Region gelangte.
Ab 1960 nahm Peter Cruse am Wettkampfbetrieb im Orientierungslauf teil und gehörte damit zu den Pionieren dieser Sportart in der DDR. In den Anfangsjahren startete man noch in Zweiermannschaften, häufig gemeinsam mit Achim Zemanek oder Lothar Dietze. Mit der zunehmenden Entwicklung und Popularität des Orientierungslaufs wurde auch er zu einem engagierten und erfolgreichen Orientierungsläufer. Seine sportliche Laufbahn führte ihn schließlich sogar zu internationalen Einsätzen für die DDR-Nationalmannschaft.
Eine ganz besondere Bedeutung erlangte er durch seine Arbeit als Kartenaufnehmer und Kartenzeichner. Über viele Jahre war er im Raum Leipzig federführend bei der Herstellung von Orientierungslaufkarten. Was heute mit moderner Technik selbstverständlich erscheint, war damals eine anspruchsvolle und zeitaufwendige Handarbeit: Die Karten wurden mit Tusche auf Folien für die verschiedenen Farben am Lichtkasten gezeichnet. Seiner Genauigkeit und seinem großen Engagement verdanken wir zahlreiche Karten, unter anderem von der Dübener und Dahlener Heide sowie dem Thümmlitzwald.
Auch als Bahnleger setzte Peter Maßstäbe. Über viele Jahre übernahm er die Bahnlegung für den traditionsreichen Heide-Orientierungslauf, der erstmals 1961 ausgetragen wurde, ebenso für mehrere Messe-Cups der Messestädte Europas sowie für die DDR-Meisterschaften 1973 in Dahlen. Ein besonderer Höhepunkt seines sportlichen Wirkens war zweifellos seine Nominierung zum Bahnleger der in der DDR ausgetragenen 3. Weltmeisterschaften im Orientierungslauf 1970, wo er die Staffelbahnlegung übernahm. Diese anspruchsvolle Aufgabe erfüllte er mit der ihm eigenen Gewissenhaftigkeit und Akribie. Seine Arbeit wurde von den internationalen Wettkämpfern anerkannt und gelobt und schließlich auch entsprechend ausgezeichnet.
Über viele Jahre leitete Peter Cruse die Gruppe Orientierungslauf des Vereins Lok Leipzig Mitte und prägte damit nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern auch das Vereinsleben. Er war einer jener Menschen, die mit großem persönlichem Einsatz dafür sorgten, dass sich der Orientierungslauf entwickeln und zu einer attraktiven und anerkannten Sportart werden konnte. So brachte er auch seine beiden Töchter Steffi und Katrin und seinen Enkel Franz zum Orientierungslauf.
Aus gesundheitlichen Gründen bestritt er im Juni 2012 seinen letzten aktiven Orientierungslauf in Chemnitz Erdmannsdorf. Dem Orientierungslauf blieb er jedoch weiterhin eng verbunden. Auch wenn er selbst nicht mehr aktiv teilnehmen konnte, verfolgte er die Entwicklung unseres Sports mit großem Interesse.
Mit Peter Cruse verlieren wir einen der Pioniere des Orientierungslaufs, einen gewissenhaften Kartenaufnehmer und Bahnleger, einen engagierten Sportfreund und einen Menschen, der unseren Sport über Jahrzehnte mitgeprägt hat.
Wir werden uns dankbar an ihn erinnern und sein Andenken für immer in Ehren halten.
Die Lebensfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 03.09.2026 14:30 Uhr auf dem Leipziger Südfriedhof statt.
Text: Katrin Cruse, Fotos: Familie Cruse
Seite 1 von 12